Qualität zahlt sich aus - bayernhafen berichtet

bayernhafen Nürnberg berichtet in seinem Magazin "kurs" Ausgabe 12-2017:

Das ABZ Aufbereitungszentrum Nürnberg im bayernhafen Nürnberg ist ein Zusammenschluss von sechs unabhängigen Entsorgungsunternehmen – genannt „Die Grünen Engel“. Hier entstehen auch hochwertige Recyclingbaustoffe für den Nürnberger Straßenbau.

Unter dem Leitsatz ‚Aufeinander bauen‘ hatte die bayernhafen Gruppe in ihrer kurs bayernhafen-Ausgabe von Mai 2014 die enge Zusammenarbeit mit der Bauwirtschaft als Titelthema gewählt. Darin ging es auch um das Potenzial, das Recyclingbaustoffe für den Nürnberger Straßenbau haben. Solche hochwertigen Sande, Splitte und Schotter, die für Tragschichten im Straßen- und Wegebau zum Einsatz kommen, werden im bayernhafen Nürnberg von der Durmin Entsorgung & Logistik GmbH produziert, die zu "Die Grünen Engel“ gehört - einem Zusammenschluss von sechs unabhängigen Entsorgungsunternehmen im ABZ Aufbereitungszentrum Nürnberg. ABZ-Geschäftsführer Johannes Gritz hatte seinerzeit darauf hingewiesen, dass die Nachfrage für diese Sekundärbaustoffe nahezu ausschließlich von Privatunternehmen komme; die öffentliche Hand halte sich da sehr zurück. Dabei seien Sekundärbaustoffe doch die deutlich bessere Alternative zur Deponieverfüllung.

Offensichtlich wurde dieser gemeinsame Appell von bayernhafen Gruppe und ABZ sowie die Aufklärungskampagnen durch den Baustoff Recycling Verband Bayern gehört, denn Anfang 2015 entschied sich der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (SÖR) zu einem Pilotprojekt. Stadt Nürnberg und die Firma Durmin bestimmten darin gemeinsam Probefelder im bayernhafen Nürnberg, auf denen dann im Bereich der Frostschutzschicht Recyclingmaterial im Straßenbau eingesetzt wurde. Besonderes Augenmerk lag dabei auch auf den Verdichtungsverfahren, um je nach eingesetztem Material die Vorgaben zur Tragfähigkeit einzuhalten.

Härtetest bestanden
Das Ergebnis des Pilotprojekts präsentierte Mitte 2017 der Technische Werksleiter des SÖR, Marco Daume: „RecyclingBeton entspricht unter Berücksichtigung des geeigneten Verdichtungsverfahrens sowohl in qualitativer Hinsicht als auch in Bezug auf Belastungsfähigkeit, Handling und Einbaugeschwindigkeit im Wesentlichen dem Einbau mit natürlichen Baustoffen.“ Das Recyclingbaumaterial zeige auch nach zwei Wintern und stetiger Schwerverkehrsbelastung keinerlei Fahrbahnschäden – damit erfülle es wichtige Voraussetzungen dafür, neben den natürlichen Baustoffen zukünftig im Nürnberger Straßenbau berücksichtigt zu werden, und werde – soweit die Einbauvoraussetzungen vorliegen – auch Eingang in die öffentlichen Ausschreibungsunterlagen finden.