Holz gemischt, A II

Beschreibung:

Altholz wird nach der Altholzverordnung in Abhängigkeit von der Belastung mit Schadstoffen in die Altholzkategorien A I bis A IV und die Sonderkategorie PCB-Altholz eingeteilt. Sofern es sich beim Holz um verleimtes, gestrichenes, beschichtetes, lackiertes oder anderweitig behandeltes Altholz ohne halogenorganische Verbindungen (PVC) in der Beschichtung handelt und keine Holzschutzmittel verwendet wurden, so ist das Holz in die Kategorie A II einzustufen.

Zu den Holzabfällen der Kategorie A II zählen beispielsweise:

  • Verschnitt, Abschnitte, Späne von Holzwerkstoffen und sonstigem behandeltem Holz (ohne schädliche Verunreinigungen)
  • Paletten aus Holzwerkstoffen
  • Schalhölzer von Baustellen
  • Dielen, Fehlböden, Bretterschalungen, Deckenpaneele, Türblätter, Zargen usw. aus dem Innenausbau (ohne schädliche Verunreinigungen)
  • Bauspanplatten
  • Möbel ohne PVC-Beschichtungen

Verwertung:

Gemischtes Holz der Kategorie A II lässt sich stofflich  zu Recycling-Hackschnitzel für die Spanplattenindustrie aufbereiten. Metall- oder Eisenbeschläge können dabei abgeschieden werden, Störstoffe sollten nicht enthalten sein. Die Verwertungsmöglichkeiten regelt die Altholzverordnung, in der auch Schadstoffgrenzwerte für die Holzhackschnitzel festgeschrieben sind. Andere Verwertungsalternativen sind die Gewinnung von Synthesegas zur chemischen Nutzung oder die Herstellung von Aktiv- oder Industrieholzkohle.

Auch eine energetische Verwertung nach BImSchG in Heizkraftwerken oder als Ersatzbrennstoff in Zementkraftwerken ist möglich, sofern die Schadstoffbelastungen die Genehmigungskriterien der Anlage nicht überschreiten. Dadurch können Primärenergieträger substituiert werden.

AVV-Nummer:     

170201
bezeichnet Holz als Bau- und Abbruchabfall

200138
bezeichnet Holz als Siedlungsabfall, das keine gefährlichen Stoffe enthält