Bahnschwellen

Beschreibung:

Bahnschwellen fallen in die Altholzkategorie A IV, welche mit Holzschutzmitteln behandeltes Altholz beschreibt.  Sie sind Teil des Gleiskörpers bei Eisen-, Straßen- oder U-Bahnen und fallen vorwiegend bei Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen der Gleise an. In die Kategorie der gefährlichen Abfälle fallen sie deshalb, da sie zum Schutz vor Schädlingen und Verrottung mit Imprägnierölen behandelt werden. Diese zeigen oft hohe PAK-Konzentrationen.

Verwertung:

Bahnschwellen, die somit in die Altholzkategorie A IV fallen lassen sich stofflich nur durch die Gewinnung von Synthesegas zur chemischen Nutzung oder die Herstellung von Aktiv- oder Industrieholzkohle verwerten. Dies ist in der Altholzverordnung im Detail geregelt. Meist geschieht jedoch eine energetische Verwertung in Heizkraftwerken oder als Ersatzbrennstoff in Zementkraftwerken nach BImSchG, sofern die Schadstoffbelastungen die Genehmigungskriterien der Anlage nicht überschreiten. Dadurch können Primärenergieträger substituiert werden. Je nach Menge und Herkunft sind Nachweisdokumente für die Entsorgung nötig.

AVV-Nummer:     

170204*
bezeichnet Glas, Kunststoff und Holz, die gefährliche Stoffe enthalten oder durch gefährliche Stoffe verunreinigt sind (gefährlicher Abfall)